Samstag, 25. Oktober 2008

Grusswort und Einleitung

Im Jahr 2003 schrieb ich an der Hamburger Universität eine Hausarbeit mit dem Titel „destruktive Kindheiterfahrungen im Kontext von Krieg“ innerhalb eines politischen Seminars über die Kriegsursachen (um das anzusprechen, was in dem Seminar und dem entsprechendem Forschungsbereich nicht angesprochen wurde). Diese Arbeit habe ich dann in meiner Freizeit erheblich ausgearbeitet und habe sie auch im Rahmen eines Homepageprojektes im Internet veröffentlicht. Mit dem Projekt kann ich mich nicht mehr absolut identifizieren (obwohl es sehr erfolgreich war) und die Beschäftigung mit dem Thema Kindesmisshandlung an sich ist mir auch zu kraftraubend bzw. ich bin auch an einem Punkt, wo ich für mich alles über das Thema weiß, was ich wissen wollte und mit vielem auch einfach abgeschlossen habe. Der Rückzug von dem Thema und die Offline-Stellung von vielen Texten fällt mir also nicht wirklich schwer. Doch den oben genannten Text halte ich für unbedingt erhaltenswert. In ihm steckt nicht nur viel Zeit und Arbeit, mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass sich mehr Menschen über die tieferen Ursachen von Krieg, Gewalt und destruktiver Politik Gedanken machen. Das Thema betrifft uns letztendlich alle. Es wäre also schade, wenn der Text verloren ginge. Als sinnvolle Lösung fiel mir ein, den Text innerhalb eines Blogs aufzuteilen. Die einzelnen Kaptitel des Textes werde ich hier in Form von Themenbeiträgen veröffentlichen. Wer per Suchmaschine entsprechende Themen sucht, wird so ggf. sogar noch gezielter fündig, als wenn diese innerhalb eines Gesamttextes stehen. Der weitere große Vorteil eines Blogs ist für mich, dass Kommentare abgegeben werden. Mich interessiert natürlich die Wirkungsweise meiner Gedanken und ich bin natürlich auch an Kritik und zusätzlichen Ideen und Informationen interessiert. Was ich auch vorteilhaft finde ist, dass in einem Blog Themen mit Erstelldatum und später entsprechender Archivierung erscheinen. Dadurch wird deutlicher, in welchem Zeitraum ich mich mit was beschäftigt habe, was aktuell und was weniger aktuell ist. Die Gedanken entwickeln sich ja schließlich ständig weiter.

Dass ich hier wie in Blogs üblich, regelmäßig jeden Monat neue Beiträge veröffentliche, sehe ich nicht wirklich. Vereinzelt sicherlich, aber nicht regelmäßig. Wie gesagt, mir geht es in erster Linie um die Erhaltung des o.g. Textes.
Über entsprechende Verlinkungen auf diesen Blog freue ich mich natürlich immer! Durch die Aufgabe der alten Homepage gebe ich die entsprechende Bekanntheit und eine extrem gute Positionierung bei Googel auf und fange noch mal neu mit diesem abgerenzten Thema an.

So, ich freue mich jetzt darauf, als Neuling in die Blogger-Welt einzutreten und bin gespannt, ob das hier funktioniert und überhaupt gefunden wird.


Hier noch das ursprüngliche Inhaltsverzeichnis des Textes:

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische und aktuelle Dimensionen der Gewalt gegen Kinder

3. Kindheitserfahrungen und Psychopathologie der Machthaber als Wurzel kriegerischer Politik

3.1. Ein kurzer Abriss über Wilhelm II, Ludwig XIII., Napoleon Bonaparte, Benito Mussolini, Mao Tse-tung, Nero, Slobodan Milosevic, Saddam Hussein, Ronald Reagan, George H. W. Bush und George W. Bush.

3.2 Paradebeispiel: Adolf Hitler im Schatten seiner Kindheitserfahrungen

3.3. Stalin: Ein Diktator, der einst als Kind „zu Stahl geschlagen wurde“

4. Die Soldaten: Gewalt und Gehorsamsforderung in der Familie ist das Fundament für das Militär und kriegerische Ziele

5. Die „offizielle“ Traumatisierung durch die militärische Ausbildung ähnelt der häuslichen Traumatisierung von Kindern

6. Das einst misshandelte Volk identifiziert sich mit dem Aggressor

7. Das Gesicht des Krieges ist männlich, aber der Frieden ist nicht weiblich

8. Der Krieg, die nachfolgenden Generationen und „Der Kreislauf der Gewalt“

8.1 (demoralisierte) Soldaten und ihre Familien

8.2 Nazi-Täter und ihre Familien

8.3 Die Kriegskinder

8.4 Extrembeispiel: Die Kinder von Holocaust-Überlebenden

9. Der gesellschaftstheoretische „Hamburger Ansatz“ der Kriegsursachenforschung und die fehlende Verknüpfung mit der Psychoanalyse

10. Fazit

Nachwort

Literaturliste

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