Dienstag, 21. Februar 2012

Kindererziehung in Namibia - Ein Erfahrungsbericht

Ich möchte auf einen sehr interessanten Erfahrungsbericht der Familie Spühler hinweisen.: „Kindererziehung auf afrikanisch“. Die Familie war zwischen 2007 und 2009 in Namibia und hat ihre persönlichen Beobachtungen bzgl. der dortigen Kindererziehungspraxis aufgeschrieben. Dass die Kindheiten in vielen Teilen Afrikas sehr gewaltvoll sind, habe ich bereits hier nachweisen können. Solche Erfahrungsberichte machen zusätzlich deutlich, dass auch der allgemeine Umgang mit Kindern vor Ort vom Grundsatz her von Vernachlässigung geprägt sein kann. Leider gibt es nur wenig Informationen über den Alltag von Kindern in Afrika und die Sicht auf Kindheit (zumindest habe ich dazu bisher wenig gefunden). Wer zusätzlich Infos hat, möge im Kommentarbereich gerne darauf verweisen.

5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Den Bericht habe ich jetzt gelesen. Sehr interessant. Ich hatte bisher gedacht, dass viele Afrikaner so fröhlich wirken, weil sie ein anderes Gemüt haben oder eben liebevolle Familien.
Das jetzt erklärt einiges.

Sven Fuchs hat gesagt…

Man muss letztlich dazu erwähnen, dass die Kindererziehungspraxis in Europa historisch nicht viel anders aussah. Die Entwicklung von Kindheit verlief und verläuft weltweit ungleichzeitig. Insofern ist der Blick nach Afrika auch ein Blick in unsere eigene Geschichte.

Anonym hat gesagt…

Sie wissen genau was sie tun...
...Resozialisation nicht erwünscht...

http://www.nzz.ch/magazin/campus/weltweit/auspeitschen_und_laufen_lassen_1.14888790.html

Anonym hat gesagt…

Ich denke, was ich als Unterschied sehe, ist, dass meines Erachtens (sieht man auch gut im "Das weiße Band") in unserer Gesellschaft damals generell Gefühle nicht gezeigt werden sollten, weder positive noch negative. In dem Bericht über Namibia wurde ja gesagt, dass positive Gefühle gern gesehen werden.

Werner hat gesagt…

Ein guter Artikel, der zum nachdenken anregen sollte. Viele Grüße, Werner