Dienstag, 3. Juli 2012

Gäste-/Infoaustauschbuch


Ich ringe schon länger mit mir, in welcher Form ich hier eine Art Gäste-/Infoaustauschbuch einrichten könnte. Das Ganze bei einem externen Internetanbieter unterzubringen, ist mir irgendwie nicht so lieb, da man nie weiß, ob das Angebot bestehen bleibt, obgleich diese Angebote natürlich optisch und funktional weit entwickelt sind. 

Insofern greife ich jetzt zu der einfachsten Variante, dieser Beitrag ist hiermit das Gästebuch dieses Blogs, in dem per Kommentarfunktion Eure Mitteilungen und Gedanken für mich und  alle LeserInnen sichtbar sind. 

Lob, Tadel, Ideen, Grüße, bedeutsame Informationen. Schreibt gerne, was Euch wichtig ist. Sehr freuen würde ich mich auch immer über interessante Infos zum Thema, neu entdeckte Bücher, die wichtig erscheinen, eigene Forschungsarbeiten oder Gedanken zum Thema, so weit sie zum Blogthema passen.

Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich Kommentare, die eher in ein Selbsthilfeforum passen oder persönliche Hilfsgesuche hier nicht veröffentliche. Etwas anderes ist es, wenn persönliche Erfahrungsberichte dem Thema des Blogs dienen und etwas zur Erhellung bzgl. der gesellschaftlichen Folgen der Gewalt gegen Kinder beitragen. Mit Links bitte insoweit sorgsam umgehen, als dass die verlinkten Seiten seriös sein sollten. 

Ich lese selbstverständlich alle Kommentare/Einträge und bedanke mich schon mal im Voraus dafür. Um die Übersicht zu erhalten, werde ich i.d.R. die Gästebucheinträge nicht kommentieren. 

Übrigens kann mensch bei Interesse unten im Kommentar-Bereich auch die Kommentare für dieses Gästebuch abonnieren.

Kommentare:

«Älteste   ‹Ältere   201 – 278 von 278
Anonym hat gesagt…

Ein sehr interessantes Interview mit Güner Yasemin Balci zum Thema «Islam und Sexualität.»:

http://www.srf.ch/sendungen/dok/im-islam-wird-sexualitaet-kontrolliert-und-verteufelt

Dazu ihre Doku "Der Jungfrauenwahn", die gestern Abend auf SRF1 lief:

http://www.srf.ch/sendungen/dok/der-jungfrauenwahn

Gruss
Mario

Michael Kumpmann hat gesagt…

http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/der-fall-claus-brunner-soll-da-wirklich-etwas-vertuscht-werden/14582084-2.html

Der Artikel beschreibt ein wenig die Kindheit von diesem komischen Piratenpolitiker, der nach der Niederlage seiner Fraktion diesen Typen und sich selbst umbrachte.

Sven Fuchs hat gesagt…

Der zurückgetretene "ultrakonservative" Präsidentschaftskandidat Ted Cruz hat ohne Hemmungen öffentlichen erklärt, dass er seine 5jährige Tochter schlägt, wenn diese ihn z.B. anlügt. https://www.washingtonpost.com/news/post-politics/wp/2016/01/08/cruz-i-spank-my-daughter-when-she-lies-voters-can-administer-a-spanking-to-hillary-clinton/

Nichts ungewöhnliches in einem Land, in dem immer noch die Mehrheit der Kinder geschlagen wird. Dieses Verhalten und seine öffentliche Stellungsnahme deuten darauf hin, dass er selbst ähnliches als Kind erlitten haben wird. Meine Güte, was sind das für Präsidentschaftskandiaden in den USA??

Sven Fuchs hat gesagt…

Gerwald Claus-Brunners Kindheit: "Die Eltern seien streng gewesen, hätten die Kinder geschlagen. Und dass ihn sein Vater aus dem Haus geprügelt habe, als er sich mit 14 zu seiner Homosexualität bekannte." http://www.bz-berlin.de/berlin/steglitz-zehlendorf/wie-wurde-der-kopftuch-pirat-claus-brunner-zum-killer

Also schlug nicht nur der Vater, sondern auch die Mutter die Kinder. Die Eltern seien darüberhinaus rechts orientiert, hätten sogar rechte Zeltlager im Garten organisiert. Ein Bruder Gerwalds hat sich erschossen, eine Schwester starb bei einem Autounfall.

Sven Fuchs hat gesagt…

Technisch gibt es momentan eine Störung. Alle Links zu meinen Beiträgen, sowie auch zum Gästebuch sind derzeit nicht sichtbar... Ich hoffe sehr, dass diese im Hintergrund noch erhalten sind und nicht gelöscht wurden, sonst habe ich erst mal zu tun...

Eigentlich wollte ich aber auf etwas anderes hinweisen: "Laut Hermenau ist ein anderes Thema in den Einrichtungen viel virulenter: Gewalt gegen Kinder als Erziehungsmittel. „Hier schreiten wir sofort ein“, sagt Hermenau. Auch das Konzept der Aufsichtspflicht sei den Geflüchteten unbekannt. In den Einrichtungen werde ganz stark aufgeklärt über Kinderrechte, die Aufsichtspflicht und gewaltfreie Erziehung." http://www.tagesspiegel.de/berlin/fluechtlinge-in-berlin-massenunterkuenfte-kinder-in-gefahr/14624874.html

Dies ist zum Einen genau das, was leider zu erwarten war: Gewalt in der Erziehung ist ein ganz großes Thema bzgl. Flüchtlingen, da diese aus Ländern kommen, die weltweit "führend" in Kindesmisshandlung sind... Andererseits finde ich es bemerkenswert, dass in den Flüchtlings-Einrichtungen, um die es im verlinkten Bericht geht, offensichtlich stark auf Prävention gesetzt wird und das Problem erkannt wurde!

Michael Kumpmann hat gesagt…

Solche Massen Auffangeinrichtungen in Deutschland haben sowieso immer ein Gewaltproblem. Egal ob das um Flüchtlinge geht oder um Kinderheime (welche trotz aller Skandale und Diskussionen um Heimkinder das Gewaltproblem in der Erziehung immer noch nicht gelöst haben. Siehe hier: https://www.youtube.com/channel/UC5GCgYqT9ohY-n-I7ej9Zdg/videos (Die Frau und deren Anhänger haben zwar einen kompletten Dachschaden, aber ich halte die Schilderungen der Kinder für Glaubwürdig.))

Speziell, sobald keine Eltern mehr vorhanden sind, die dagegen arbeiten können, entsteht in solchen Einrichtungen ein Gewaltproblem.

Michael Kumpmann hat gesagt…

Gelöscht wurde bei Dir nichts. In der chronologischen Sicht ist alles vorhanden. Nur die Baumstruktur, die Du angelegt hast, ist weg.

Heike hat gesagt…


Hallo,

mein Post ist nicht angekommen, daher versuche ich es nochmal:

Zu Gerwald Claus-Brunner:

https://www.welt.de/vermischtes/article158505653/Eine-Kindheit-zwischen-Schlaegen-und-Verschwoerungswahn.html

http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/gerwald-claus-brunner--bruder-spricht-ueber-ihre-traumatische-nazi-kindheit-7077472.html

Michael Kumpmann hat gesagt…

Was bei deiner Theorie fehlt ist die Relation zu einigen medizinischen Prozeduren. (Die Stellenweise durchaus hilfreich sein können.)

Beispielsweise bei der Organspende bewegt sich der Hirntote oft so, wie ein Lebender reagieren würde, wenn man ihm bei lebendigem Leib die Organe rausschneidet. Sehr viele Krankenschwestern finden, dass diese Art von OP ein höchst traumatisches Erlebnis darstellt.

Auch eine "problematische OP" ist das Thema Abtreibung. Ich will hier nichts zur Moral der Prozedur als Ganzes sagen (Ich halte das stellenweise für das erfolgreichste Eugenik Programm, weshalb Ich das für Fragwürdig halte. Da Du Progressiv bist, denke Ich, Du bist wahrscheinlich dafür). Hast Du Dir aber mal angeguckt, wie manche Arten von Abtreibungen durchgeführt werden? Da schiebt man stellenweise eine Zange in die Gebärmutter und reißt ein Gliedmaß des Embryos nach dem Anderen ab, bis man mit dem Ding den Schädel zerquetscht. (Ein Arzt, der es nicht mehr verkraftete, diese Abtreibungen durchzuführen, hat beschrieben, dass er manchmal danach das abgetrennte Gesicht eines Embryos in den Händen hielt.)

Egal, wie man zu Abtreibungen steht, muss man zugeben, dass diese Form der Abtreibung doch irgendwie ziemlich Ekelhaft ist. Und ich glaube, man muss, damit man als Arzt sowas machen kann, ziemlich abgeklärt und in der Lage sein, seine Gefühle zumindest irgendwie los zu werden. Ich schätze, ich Beispielsweise würde Psychisch sowas nicht mal Ansatzweise aushalten und ich würde wahrscheinlich, wenn Ich sowas machen müsste, erstmal 3 Tage einen richtig fiesen Nervenzusammenbruch erleiden.

Das Beispiel mit der Organspende halte Ich auch für extrem belastend. (Besonders, wenn die Leiche während der Ausweidung aufzustehen versucht. Das passiert wirklich. Nennt sich Lazarus Syndrom.)

Meine Frage wäre jetzt: Wenn man Deiner Theorie folgt. Müssten dann "nicht traumatisierte Menschen" nicht auch nicht mehr in der Lage sein, solche OPs durchzuführen? (Und Organspenden retten zumindest Menschenleben. Die sind also durchaus wichtig. )

Du bist der Meinung, ohne vorherige Traumata sei man nicht in der Lage, als Soldat einen Menschen zu erschießen. Und jemand zu erschießen ist immer noch ein deutlich sauberer Tod als einen Babykopf mit einer Zange zu zermatschen. (Und das Argument von wegen "nur ein Zellhaufen" zählt hier nicht. Ich denke, für das Hirn dürfte es egal sein, ob man ein Baby zermatscht, oder einen Fötus, der nur wie ein Baby aussieht. Bei genügender Entwicklung dürfte die Optik zumindest ähnlich genug sein, um innerlich die selbe Reaktion zu triggern.)

Deshalb meine Frage, wie siehst Du das mit solchen "heftigen Operationen", selbst wenn diese möglicherweise gebraucht werden?

Sven Fuchs hat gesagt…

Na das sind verzwickte Gedankengänge, Michael.

Meine Frage wäre jetzt: Wenn man Deiner Theorie folgt. Müssten dann "nicht traumatisierte Menschen" nicht auch nicht mehr in der Lage sein, solche OPs durchzuführen?"

Mir gehen solche Ansätze zu weit und sie führen auch nicht weietr. Ich bin im Grunde auch nicht so "extrem" und deute "alles" "nur" auf die Kindheit. Ich glaube auch nicht, dass gewaltfrei erzogene Kinder später alle automatisch oberkonstruktiv durch die Welt laufen, aber das nur nebenbei.
Wo ich mir aber sicher bin ist, dass z.B. Ärzte die im KZ Menschenexperimente und qualvolle OPs machtem von ihrem Fühlen abgetrennt sein mussten und das die Kindheit hier ein entscheidender Faktor war.


"Du bist der Meinung, ohne vorherige Traumata sei man nicht in der Lage, als Soldat einen Menschen zu erschießen."

Das würde ich so nicht sagen. An der Front in vielen historischen Kriegen waren auch etlich, die als Kind nicht traumatisiert waren (wenn auch die Minderheit). Es gab Zeiten, wo Männer kaum eine Wahl hatten, wenn sie zur Front berufen wurden. Allerdings war in diesen Zeiten die Mehrheit der Menschen als Kind traumatisiert, inkl. der Führungsebene. Dies machte den Beginn des Krieges möglich. Nicht-traumatisierte wurden dann hineingezogen, selbst durch den Krieg traumatisiert und gaben dies dann wahrscheinlich auch wieder an die Kinder weiter, so dass es in ihrer Linie praktisch einen Rückfall in destruktive Erziehung geben konnte.

Anonym hat gesagt…

Wenn Eltern Kinder schlagen

Der Kinderschutzexperte Franz Ziegler erklärt in einem Interview, warum ein Verbot von Körperstrafen helfen würde.

https://www.migrosmagazin.ch/menschen/interview/artikel/wenn-eltern-kinder-schlagen?comment.commentkey=ca78327c-d3e7-4cfe-8bfa-59594ff2ca65&clist.page=2&comment.url=&#comments



Anonym hat gesagt…

«Du kriegst dein Kind repariert zurück»

In den USA werden sogenannt schwierige Kinder häufig in Erziehungslager gesteckt. Viele Kinder erleben dort Grausamkeit, Vernachlässigung und Missbrauch. Ein Dokfilm nimmt die Camps unter die Lupe. Der Zürcher Konfliktberater Jean-Paul Munsch spricht über die fragwürdigen Methoden der US-Camps.

http://www.srf.ch/sendungen/dok/du-kriegst-dein-kind-repariert-zurueck

Der DOK-Film "Ab in die Hölle" kommt heute Abend auf dem Sender SRF1, um 22:55 Uhr

Wann ist ein Kind frech? Und was ist zu tun, wenn es «nicht spurt»? Die Antworten auf diese Fragen fallen – je nach Land und Kulturkreis – höchst unterschiedlich aus. In den USA sind Erziehungslager für Kinder und Jugendliche zu einem festen Bestandteil geworden.

http://www.srf.ch/sendungen/dok/ab-in-die-hoelle

Gruss
Mario

Anonym hat gesagt…

Korrektur:

Die Doku "Ab in die Hölle" wird erst morgen Mittwoch, den 12. Oktober 2016, um 22:55 Uhr ausgestrahlt.

"Der Dokumentarfilm nimmt die Kindererziehungslager unter die Lupe, denn in jüngster Zeit haben haarsträubende Berichte über Grausamkeit, Vernachlässigung, Missbrauch und Todesfälle in verschiedenen Lagern für Aufsehen gesorgt. Der Dokumentarfilm beleuchtet die umstrittenen Konfrontationsmethoden, die in den Camps angewendet werden – um das angeblich aggressive Verhalten der Kinder zu ändern. Entstanden ist ein beklemmender und seltener Einblick in die Lager aber auch in das Erziehungsverständnis amerikanischer Eltern."

http://www.srf.ch/sendungen/dok/ab-in-die-hoelle

Michael Kumpmann hat gesagt…

Zu dem "Du kriegst dein Kind repariert zurück". Das von mir letztes Jahr hier erwähnte Judge Rotenberg Center gehört auch zu dieser Industrie von EInrichtungen und ist die besonders heftige Variante davon.

Michael Kumpmann hat gesagt…

Zu dem Video im Artikel , wo Sinngemäß gesagt wird, die Kinder müssen sich alles verdienen und werden auch mit Essensentzug bestraft: Erschreckend ist, auch in Deutschland tauchen immer wieder Berichte von Kinderheimen auf, die Kinder mit Essensentzug bestrafen. (Aktuelle Berichte. Nicht welche von vor 30 Jahren)

Sven Fuchs hat gesagt…

Interessant, es gibt eine Art "Ranking" zum Wohlergehen von Müttern in der Welt und zwar hier:
http://www.savethechildren.org/atf/cf/%7B9def2ebe-10ae-432c-9bd0-df91d2eba74a%7D/SOWM_EXECUTIVE_SUMMARY.PDF (Ranking ab Seite 10) Deutschland steht aktuell auf Platz 8 in der Welt.

Anonym hat gesagt…

Die Sendung von Markus Lanz am 18. Oktober drehte sich um die Nazi-Zeit und den
Holocaust. Dr. Manfred Lütz äußert sich kurz zu den Ursachen von Terror, Krieg und Völkermorden:
(Minute 50)
http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2856132/"Markus-Lanz"-vom-18-Oktober-2016

Ich finde das wirklich unglaublich. "Nazis, islamistische Terroristen,... das ist eben >das Böse<." Eine Aussage wie aus dem 15. Jahrhundert. Psychologische Ursachen und Zusammenhänge werden einfach weggewischt, und zwar explizit, und das von einem studierten Dr. Psychiater usw. usf. Es ist schon grotesk, wie dieses Thema in der Öffentlichkeit teilweise ausgeblendet wird. Ein sehr kleiner Ausschnitt, aber doch bezeichnend.

Sven Fuchs hat gesagt…

Eine relativ gute Übersicht über den Rückgang von Jugendkriminalität: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kriminalitaet-die-maer-von-der-steigenden-jugendkriminalitaet-a-1119162.html

In Deutschland ist mir unter den Kriminologen einzig Christian Pfeiffer bekannt, der diesen Rückgang wesentlich dem Rückgang von elterlicher Gewalt und einem Mehr an elterlicher Fürsorge zurechnet.

Sven Fuchs hat gesagt…

http://www.naturalchild.org/videos/parenting_peaceful_world.html

Grundlage des Videos ist Robin Grille's Buch "Parenting for a Peaceful World" (was ich bereits vor mir liegen habe und was sich deutlich an deMause anlehnt)

Sven Fuchs hat gesagt…

Für die Philippinen wurde erstmals eine umfassende Studie zum Ausmaß der Gewalt gegen Kinder vorgelegt: https://www.unicef.org/philippines/VACFactsheet.pdf
Die komplette Studie liegt online noch nicht vor, ich werde evtl. später noch darauf zurückkommen.

Was vielen vielleicht nicht klar ist: UNICEF und andere Organisationen sind seit den letzten paar Jahren dabei, das Ausmaß der Gewalt weltweit Staat für Staat umfassend zu messen und zu bewerten. Parallel dazu werden Aktionsprogramme für jedes Land angestrebt oder liegen bereits vor. Die Weltgemeinschaft meint es ernst mit ihrem Programm. Das Ziel ist ein weltweit gesetzliches Verbot jeglicher Gewalt gegen Kinder + wirksame Präventionsprogramme.

Erstaunlich für mich ist auch, wie selbstverständlich heute in dem oben verlinken Text die möglichen Folgen der Gewalt dargestellt werden: Grafik "Potential Outcomes of Violence Against Children". Fehlt natürlich noch die Folge Krieg und Terror, aber daran arbeiten wir ja.

Anonym hat gesagt…

Hallo Sven
Ich verfolge die Bestrebungen von UNICEF (Schweiz) und was mir in deren Programm fehlt, ist das Vorgehen gegen die Beschneidung von Knaben. Ich habe dann auch mal nachgefragt und die Antwort war, u.a., dass die UNO die Mädchenbeschneidung als Menschenrechtsverletzung auflistet, die Knabenbeschneidung jedoch nicht. UNICEF nehme zwar das Thema ernst, sei aber derzeit nur "Beobachter" und sehe aber, dass der Widerstand gegen Knabenbeschneidung wachse, was UNICEF begrüsst. Ihre Konzentration liege aber bei der Überwindung der Mädchenbeschneidung.

Ich denke, wenn man z.B. acht Tage alten Büblein die Vorhaut wegnimmt/wegschneidet/wegreisst, dann hat das im späteren Leben dieser Menschen grosse, nicht zu unterschätzende Auswirkungen und ich denke dabei immer wieder an den Konflikt Israel/Palästina, von wegen gewaltsamer Landwegnahme/Landenteignung/Landzerstörung etc.

Gruss
Mario

P.S.
Ich wünsche allen ein freudevolles und glückliches Neuen Jahr!

Anonym hat gesagt…

Hallo Sven

Du hast am 7. April 2014 einen Artikel über Martin Luther auf Deinem Blog veröffentlicht.
Nun hat ja mit dem heutigen 1. Januar 2017 das sog. Lutherjahr begonnen (500 Jahre Jubiläum des Thesenanschlages) und da wurden heute Nachmittag im Radio SRF1 in der Sendung „Buchzeichen“ zwei neue Bücher über Martin Luther vorgestellt. Hier der Link zur Sendung, die nochmals angehört werden kann:

http://www.srf.ch/sendungen/buchzeichen/martin-luther-der-mensch-hinter-dem-reformator

Das eine Buch befasst sich intensiv mit der Kindheit von Martin Luther. Es ist von Asta Scheib und heisst „Sturm in den Himmel“. Asta Scheib geht in ihrem Buch gezielt auf „sein Aufwachsen in einem strengen, lieblosen Umfeld“ ein. Gerade seine Mutter hätte ihm oft erbarmungslos die Rute gezeigt. Dass Asta Scheib dann im Interview sagt, dass Luther die Frauen sehr geliebt habe, muss wohl als ein grosses Missverständnis gedeutet werden, denn vielmehr hatte er wohl grosse Angst vor ihnen, aber er verdrängte diese Angst und spielte ihnen Liebe und Verehrung vor bzw. versteckte sich darin, weil er mit seiner Mutter ein Leben lang identifiziert blieb und sie idealisierte.

Ist natürlich interessant, dass Luther dann später „Mutter Kirche“ reformieren wollte.

Das andere Buch ist von Tilman Röhrig. Er schreibt: «Luther war ein eitler Mensch. Sehr hilfsbereit, wenn man ihn lobte, aber auch gefährlich, wenn er einem zum Feind wurde.»
Tilman Röhrig hat auch schon das Buch „Thoms Bericht“ geschrieben. Es ist eine Autobiographie und er berichtet darin von seiner Lebenssituation als Junge eines tyrannischen Vaters, der strenggläubiger Dorfpfarrer war.

Sonnige Grüsse
Mario

Sven Fuchs hat gesagt…

Hallo Mario,

ja die Jungenbeschneidung ist ganz sicher ein vernachlässigtes Thema. Ich erinnere mich an die Autobiografie von Nelson Mandela. Er berichtete darin meiner Erinnerung nach folgendes: Ab einem festgelegten Alter wurden die Jungen der Reihe nach vor Verwandten und Dorfmitgliedern (die das ganze als Fest feierten) aufgestellt und ein Beschneider ging von Junge zu Junge, zog die Vorhaut nach vorne und trennte sie mit einem scharfen Messer ab. Die Jungen hatten danach irgendetwas zu rufen und durften auf keinen Fall Schmerz zeigen. Mandela erinnerte sich schamhaft, dass er auf Grund des starken Schmerzes zunächst kein Wort herausbrachte, dann aber doch noch die Floskel gerufen hätte...

Letztlich ist der Kern jeder Beschneidung die Verdrehung von der kindlichen Realität (wie bei Gewalt gegen Kinder üblich): "Wir tun dies zu Deinem Besten", "Das ist keine Verletzung, keine Gewalt, sondern macht Dich zum Mann", obwohl es eine Körperverletzung ist (wenn das Ritual vor diversen Menschen stattfindet, zumal im Alter fern des Säuglings, hat das ganze auch etwas von sexuellem Missbrauch und starker Scham der Jungen, die verdrängt werden muss).

Bzgl. Luther, Dein 2. Hinweis, wird es wirklich spannend, ob seine Kindheit breit Thema wird oder nicht, wir werden sehen...

Dir auch einen guten Start ins Jahr, Mario!

Anonym hat gesagt…

Hier noch zwei Ausschnitte aus dem Buch von Asta Scheib, die über die Kindheit von Martin Luther schreibt:

„Es gab gute Kinder, es gab böse Kinder. Zu letzteren gehörte Martin. Das wusste er von seiner Mutter, die es ihm oft genug vorhielt. Ihm selbst war eigentlich nicht klar, was das bedeutete, gut und böse. Es schien ein Geheimnis zu sein. Auf jeden Fall holte der Teufel die Bösen. Das sagten alle. Der Pfarrer, der Lehrer, die Mutter, der Vater. Und jeder von denen hatte eine Rute. Warum schlugen sie ihn? Immer und immer wieder. Glaubten sie tatsächlich, Martin würde dadurch ein besserer Mensch? Doch wohl eher das Gegenteil.Er hätte tausend Teufel auf seine Eltern herabrufen mögen.“

„Schon als er noch klein war, aber nicht zu klein für Bestrafungen, war er heimlich zu ihm gegangen, hatte sich an seinen moosigen Stamm geschmiegt. Sich hinter ihm versteckt, wenn er die Stimmen hörte, die ihn nach Hause befahlen. Damals hatte er überlegt, ob der Baum vielleicht Gott war. Zumindest war er so gross wie Gott und so heilig... und er war schön.“

Gruss
Mario

Anonym hat gesagt…

Da ist man sprachlos..., aber wer, aus Angst vor einem möglichen nächsten Schlag, identifiziert bleibt mit schlagenden Eltern, idealisiert diese irgendwann, steht für sie ein und heiligt ihr Verhalten und ihr Handeln.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Gesetz-soll-haeusliche-Gewalt-erlauben-29979586

Gruss
Mario



Anonym hat gesagt…

Nicht eben beruhigend, was der Biograf David Cay Johnston in einem Interview über Donald Trump sagt. Und dieses wiederum verrät viel über die Kindheit von Donald.

«Die Macht wird seinen Grössenwahn steigern»

"Er hat gesagt, dass er Kriege möchte."

"Trump ist ein Narzisst der Extraklasse. Er hat kein Mitgefühl für andere Menschen."

"Er hat keine Achtung für irgendjemanden ausser sich selbst, nicht einmal für seine Familie."

http://www.20min.ch/ausland/news/story/-Die-Macht-wird-seinen-Groessenwahn-steigern--29213327

Grüsse
Mario

Sven Fuchs hat gesagt…

Zu Donald Trump:

Selten habe ich mich so wenig motivieren können, etwas über die Kindheit eines destruktiven Politikers herauszufinden. Seine Persönlichkeit an sich spricht so deutliche Bände, dass sich eine Analyse fast erübrigt. Insofern steht eine Recherche dazu für mich ganz weit hinten auf der Erledigungsliste.

Ein Hinweis: Ein Autor hat sich abgemüht, die Familienverhältnisse im Hause Trump als liebevoll zu bezeichnen. Gleichzeitig und im Widerspruch zu seinen Ausführungen weist er darauf hin, dass Trumps Vater fast nur arbeitete (also abwesend war), seinem Sohn einimpfte, er müsse ein "Killer" werden und Donald im Alter von 13 Jahren in ein Militärinternat steckte, in dem Unterwerfungsrituale und körperliche Gewalt Alltag war: http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2016/06/the-mind-of-donald-trump/480771/

Anonym hat gesagt…

Hallo Sven

Was Trump betrifft, aber ganz allgemein die Menschen, so muss man nicht immer alle Details aus der Kindheit des betreffenden Menschen kennen, denn das Verhalten, also das Handeln, der Ausdruck, das Reden, die Mimik usw. verraten bzw. erzählen im Grunde genug davon, wie es dem Menschen als Kind ergangen ist. Insofern muss man sich gar nicht immer die Mühe machen, und Biografien lesen, sondern muss nur genau beobachten, zuhören, lesen, wie sich ein sog. Erwachsener gibt. Wer trotzdem eine Biografie über z.B. Trump lesen will, hier gibt es eine:(vom weiter oben schon genannten Biografen David Cay Jonston)

https://www.amazon.de/Die-Akte-Trump-David-Johnston/dp/3711001157/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1485275321&sr=8-1&keywords=die+akte+trump

Gruss
Mario

Anonym hat gesagt…

Und dann noch dies (nach soviel Trump):

Ein Interview mit André Stern im Deutschlandradio über die elementare Bedeutung und Wichtigkeit des Spielens:

http://www.deutschlandradiokultur.de/lego-professor-in-cambridge-das-spiel-als-schule-des-lebens.1008.de.html?dram:article_id=376721

Gruss
Mario

Sven Fuchs hat gesagt…

Zur Kindheit von dem Attentäter Syed Farook. Sein Vater war ein gewalttätiger Alkoholiker, der auf Frau und Kinder losging:

-https://www.nytimes.com/2015/12/04/us/san-bernardino-shooting-syed-rizwan-farook.html?_r=0
- http://www.ibtimes.com/san-bernardino-suspect-syed-farooks-troubled-childhood-father-was-alcoholic-mother-2210359

Sven Fuchs hat gesagt…

"Deutsche und syrische Kindererziehung"

http://www1.wdr.de/radio/cosmo/magazin/specials/woche-adonis-teil-drei-102.html

Anonym hat gesagt…

"Ich ging durch die Hölle"
Ein heute 57-jähriger Mann wurde als Bub vier Jahre lang von einem Priester für dessen sexuelle Befriedigung benutzt. Nun hat er darüber ein Buch geschrieben mit dem Titel "Hochwürden, ich vergebe Ihnen". Das Vorwort hat Papst Franziskus geschrieben!

http://www.blick.ch/storytelling/2017/daniel-pittet/index.html

Dass der Mann dem Priester vergeben hat, kann ich persönlich nicht verstehen, noch weniger wahrscheinlich der 9-jährige Bub, den er damals war, als alles begann. Heute, während dem Schreiben des Buches, hat er den Priester besucht und ihn zum Schluss sogar umarmt.

Gruss
Mario

Anonym hat gesagt…

Hier nun Teil 2 von "Ich ging durch die Hölle". Es handelt sich dabei um ein Interview mit dem Täter:

http://www.blick.ch/storytelling/2017/pater-joel/index.html

"Wenn sein Treiben aufflog, wurde er jeweils an einen andern Ort versetzt."
Das ist das Schweigen der Kath. Kirche bzw. "das Aussitzen", wie die Kirche dem sagt. Was sind das nur für Männer bei der Kath. Kirche?

Sven Fuchs hat gesagt…

Hallo Mario,

dieses Wegschauen ist ja nicht nur in der Kirche so, sondern durchzieht alle gesellschaftlichen Ebenen, wenn es um Kindesmisshandlung/-missbrauch geht. Wobei ich da auch deutliche Verbesserungen sehe, aber das nur nebenbei.

Ich erinnere mich an eine Mitarbeiterin aus einer "Missbrauchsberatungstelle", die mir einst erzählte, sie hätten der Mutter eines Mädchens eröffnet, der Vater würde ihre Tochter sexuell missbrauchen. Die erste Reaktion der Mutter war sinngemäß: "Also ich kann mich nicht trennen, wovon soll ich denn dann leben? Mein Mann verdient das Geld."
Diese Reaktion hat nicht wirklich etwas mit wirtschaftlicher Abhängigkeit (zumal in Deutschland mit sozialer Absicherung) zu tun, sondern - das vermute ich stark - mit eigens erlebten Ohnmachtserfahrungen, die dann die Person blockieren, wenn Kinder Hilfe brauchen und Täter als solche zu benennen sind.

Robin Epskamp hat gesagt…

Super Seite, wurde echt schön gestaltet und die Artikel gefallen mir auch
Grüße

Sven Fuchs hat gesagt…

Interessant: Caroline Fetscher - eigentlich die einzige Journalistin, die mir bekannt ist, die immer wieder deutliche Worte und Artikel zum Thema Kindesmisshandlung schreibt und der auch der gesamte Bereich Psychohistorie bekannt ist - hat über eine Studie von Hajo Funke über rechte Strömungen berichtet und diesem Bericht quasi eine Werbung für die Psychohistorie angehängt: http://www.tagesspiegel.de/kultur/studie-ueber-deutschlands-rechte-szene-im-resonanzraum-des-rechten-randes/19410628.html

Sven Fuchs hat gesagt…

Anlässlich der Ereignisse in der Türkei hier der Hinweis auf eine Studie zu belastenden Kindheitserfahrungen von türkischen Studierenden (also der noch jungen Generation, die ältere Generation wird höher belastet sein):
"Adverse childhood experiences survey among university students in Turkey" http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0005/270689/Adverse-childhood-experiences-survey-among-university-students-in-Turkey-study-report-2013_Eng.pdf

Sven Fuchs hat gesagt…

Eine weitere Studie aus der Türkei: "RESEARCH ON DOMESTIC VIOLENCE AGAINST CHILDREN AGED 0-8 YEARS IN TURKEY"
http://www.ailecocuksiddet.info/REPORT.pdf

Leider komme ich derzeit nicht dazu, die Daten auszuwerten.

Sven Fuchs hat gesagt…

Na das macht echt Freude, ins eigene Gäste/Infobuch zu schreiben :-)

"In einem Büro in der Nachbarschaftsetage, einem soziokulturellen Zentrum an der Osloer Straße, sitzt Aynur Pinarbasi. Sie berät die Bewohner des Kiezes in Erziehungsfragen. Zu ihr kommen hauptsächlich griechische, türkische, bulgarische und arabische Eltern. In vielen dieser Familien, sagt Pinarbasi, funktioniere Erziehung tendenziell über Angst. Das heiße allerdings nicht, dass es weniger Konflikte gebe. Außerdem sei die Grenze zum Missbrauch fließend: "Viele Eltern staunen, wenn sie hören, dass Kinder in Deutschland ein Recht auf gewaltfreie Erziehung haben." "
http://www.zeit.de/2017/08/erziehung-kinder-eltern-paedagogik-erziehungsstil-autoritaet/seite-2

Sven Fuchs hat gesagt…

Mal wieder etwas Positives

Von Guido Mingels: "Früher war alles schlechter: Warum es uns trotz Kriegen, Krankheiten und Katastrophen immer besser geht - Ein SPIEGEL-Buch" erschienen 2017

Sven Fuchs hat gesagt…

Infografiken der WHO über Kindesmisshandlung wurde kürzlich veröffentlicht:

https://drive.google.com/file/d/0B_iB2fg-PsmQdl9zLUJsUFdLZTFMTDItUVVRVmRnTEVaS05J/view

Für mich zeigte diese wie auch andere Veröffentlichungen der letzten paar Jahre, dass viele Organisationen und Fachleute aufgewacht sind.

In der Infografik wird auch ganz selbstverständlich (das war nicht immer so) dargestellt, wie aus Opfern Täter oder wiederum Opfer werden können und dass Kindesmisshandlung sowohl die Ökonomie wie auch sozialen Fortschritt in Gesellschaften verringern kann.

Sven Fuchs hat gesagt…

"Bei Kindern, die Gewalt, sexuellen Missbrauch oder Vernachlässigung erfahren mussten, sinkt der Stresshormonpegel. Das zeigt sich häufig in gesteigerter Aggressivität, Hyperaktivität oder Ängstlichkeit."
http://www.fr.de/wissen/missbrauch-und-gewalt-gequaelte-kinder-leiden-noch-lange-unter-den-folgen-a-1254789

heiko philo hat gesagt…

Ich habe neulich ein Buch über diese Dinge gelesen. Dabei wurde noch mal gut erklärt, dass die Ausschüttung von Stresshormonen (hauptsächlich Cortisol) dazu dient, den Körper auf die Bewältigung von Anforderungen vorzubereiten. Daher ist in den frühen Morgenstunden die Cortisolausschüttung am höchsten, damit man beim Aufwachen tatkräftig den Tag angehen kann. Wenn eine zusätzliche Belastung auftritt, wird im Erschrecken erneut ein Schuss Cortisol ausgeschüttet und man kann damit zusätzliche Energie mobilisieren. Nach der Bewältigung muss man sich aber irgendwann mal erholen und den Körper reparieren. Daher ist dauerhafter Stress ohne Erholung schädlich. Das ist der Hintergrund der chronisch verminderten Stresshormonausschüttung bei vernachlässigten und gewalterfahrenen Kindern: Sie haben dauerhaft zu viel Stress, der sie überfordert. Daher stellt der Körper nach ein paar Jahren auf Durchzug: Stress läßt mich kalt, sonst geh ich kaputt. Die Bewältigungsfähigkeit von Menschen mit diesem Schicksal ist dann ein Leben lang vermindert. Interessant wäre es zu erfahren, ob diese Menschen sich im Krieg im Gefecht wieder verhältnismäßig wohl fühlen würden. Ein Feuergefecht würde der Stimulationsstärke während der Kindheit entsprechen, und dann würde der Körper wahrscheinlich wieder ordentlich Cortisol ausschütten. Eine Lösung wäre das natürlich auch nicht.

Anonym hat gesagt…

ABSOLUT SEHENSWERT (ACHTUNG: TRIGGERGEFAHR!)!

The World Of The Big Money And Satanists

In this time of sudden disclosures and unexpected blatant truths, where ‘news’ is barely distinguishable from ‘fake news’, it takes the utmost courage for an ‘insider’ to come out with the truth based on real facts.

Ronald Bernard is one of these courageous people who dared to tell his story in front of (DVM-TV), De Vrije Media’s camera. He unfolds a life story in which he got progressively deeper into the world of the big money, in which he – as he stated himself – had been warned up front that he had to be able to put his conscience in the proverbial freezer, and keep it there at all times.

Eventually this ended in his personal complete breakdown. Ronald does his story candidly and is forthright with his emotions to explain all that had preceded this breaking point. He clarifies the distorted way the world works, in which a small group of elites, numbering between 8000 to 8500 people, who rule the entire world and discloses their ‘religious incentives’ for doing so. “If only people really knew the ins and outs of the matter and realized what is really going on”. When you have seen this interview, you will know. Then automatically the question arises: ‘how are we going to fix this, when we no longer look away, but bundle our powers?’

‘I’m still here and that is more than many of my former colleagues can say’, says ex-currency trader Ronald Bernard in this outspoken interview. He talks about people who have such a pure hatred for their fellow humans and the very earth itself, which enables them to be capable of destroying and annihilating everything that lives. Ronald discovered this shady world, tempted by the vice called money, by stepping into the financial world and working himself up into the levels of the big flows of money. Which led him to find out what and whom drives these flows of money and also which horrific power is being exerted on the people to control them through these channels.

Through his position in this line of work Ronald Bernard got to communicate with these hidden elites. He knows from experience that human life is considered to be worthless trash by this group. Furthermore, he experienced first-hand, how people like him are made susceptible to blackmail and forced to remain silent, by drugging and mind controlling them into committing abominable acts as he explains in the interview. To Ronald, refusing the request to engage in such acts led to a breaking point where he literally ended up physically crashing. After which he found himself in a very dark place, but he managed to recover and survived.

Quelle: http://cooperatiedevrijemedia.nl/real-big-money-revelations-by-an-insider-video/

See Interview (Dutch/English Underlines): https://www.youtube.com/watch?v=nEpcY5JU120

Anonym hat gesagt…

Interessanter link:
https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2017/apr/29/how-bad-parenting-can-knock-20-years-off-your-life

Anonym hat gesagt…

https://www.theguardian.com/world/2016/aug/15/brunhilde-pomsel-nazi-joseph-goebbels-propaganda-machine

kleiner Einblick in ihre Kindheit.

Sven Fuchs hat gesagt…

Ganz hervorragende Links, vielen Dank!!

Hier die deutsche Seite zu dem Film: http://eindeutschesleben.de/

Zu vorherigem Link über den Film bzgl. der ACE-Studien Ergebnisse:
Ich bin nach meinen Recherchen der letzten paar Wochen extrem positiv überrascht, wie viele ACE Studien es mittlerweile gibt (sogar eine in Saudi Arabien) Diese Art Studien scheinen gerade wie Pilze aus dem Boden zu sprießen.
Ich denke, dass es dann noch vielleicht 2-3 Jahre dauern wird, aber diese Dinge dann auch medial (hoffentlich) in der Öffentlichkeit stark einschlagen werden. Da tut sich gerade eine ganze Menge!

Sven Fuchs hat gesagt…

Kurzer Hinweis auf einen Artikel in der Ärztezeitung vom 03.08.2016: "Wo die Kinder nicht geschlagen werden, sinkt die Zahl der Gewalttaten"

http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/neurologie_psychiatrie/article/916807/anschlaege-evolution-zuechten-schlagende-eltern-terroristen-heran.html

Auch wenn Christian Pfeiffer darin viel bzgl. Evolution zitiert wird, ist er stets einer der ganz ganz wenigen Fachleute in Deutschland, der stetig öffentlich auf die bedeutsame Wirkung von Kindesmisshandlung hinweist und dies entsprechend gesellschaftlich einordnet.

Sven Fuchs hat gesagt…

«Wer eine normale Erziehung erlebt hat, wird nicht Terrorist»

Gute Ansätze finden sich unter obigem Titel hier: http://www.derbund.ch/leben/gesellschaft/Wer-eine-normale-Erziehung-erlebt-hat-wird-nicht-Terrorist-/story/24643298

Sven Fuchs hat gesagt…

Ich habe kurz überlegt, ob ich folgenden Hinweis als Beitrag poste oder hier in meinem "Twitter-Gästebuch". Nun also doch hier und in Kurzform.

Save the Children hat aktuell den "END OF CHILDHOOD REPORT 2017" herausgebracht.
Dieser vergleicht weltweit die Situation von Kindern und stellt eine Art Rangliste bzgl. des Wohlergehens von Kindern auf. Deutschland liegt auf Rang 10.
Leider ist in den Report keine elterliche Gewalt mit einbezogen worden, vermutlich weil die vorliegenden Daten und Studien nicht exakt miteinander vergleichbar wären.
Die Rangliste würde sich sicher etwas verschieben, wenn Kindesmisshandlung einbezogen worden wäre. Im Großen und Ganzen zeigt der INDEX sicherlich realitätsnah, wo es Kindern besonders gut und wo besonders schlecht ergeht. Natürlich sind es Krisenregionen in denen Kinder keine Kindheit haben und natürlich sind es vor allem europäische Demokratien in denen Kinder weitgehend eine Kindheit haben.

http://www.savethechildren.org/atf/cf/%7B9def2ebe-10ae-432c-9bd0-df91d2eba74a%7D/SAVETHECHILDREN_ENDOFCHILDHOOD_INDEX_2017_EASTAFRICA%20EDITION_LOWRES.PDF

Anonym hat gesagt…

Es wurde ein neuer Film gedreht über Adolf Hitler. Es ist eine Doku mit dem Titel "Wer war Hitler?".

http://wer-war-hitler.de/

"Nicht erst seit Hitlers Tod wurde zahllos versucht, sich dem Mann aus Braunau in Oberösterreich anzunähern und das „Phänomen“ Adolf Hitler zu erklären. So aber ist seine Biografie noch nie erzählt worden: In dem Dokumentarfilm WER WAR HITLER kommen neben knappen Verortungen durch eine Sprecherin ausschließlich Zeitgenossen und Hitler selbst zu Wort: keine Interviews, kein Reenactment, keine Erklärgrafiken und technischen Spielereien. Die Aussagen aus Tagebüchern, Briefen, Reden und Autobiographien werden mit neuem, vielfach unveröffentlichtem Archivmaterial montiert. Hitlers Leben und Wirken spiegelt sich so auf einmalige Weise im Gesellschaftsbild der Jahre 1889 bis 1945."

Ob seine Kindheit in dieser Doku überhaupt eine Rolle spielt? Ob die Macher der Doku die Bücher von, zum Beispiel, Alice Miller oder Arno Gruen gelesen haben?

Ich weiss es nicht.

Sonnige Grüsse
Mario

Anonym hat gesagt…

Hallo
Hatte ein Profiboxer eine glückliche Kindheit? Wohl kaum.
Nun erschien ein Artikel über Mike Tyson, der sagt: "Ich wurde als Kind missbraucht!"
Wer kennt ihn nicht? Es ist der, der mal einem Gegner im Ring ein Stück vom Ohr abgebissen hatte!

Im Artikel heisst es:
"Mike Tyson (51) nutzte seine Vergangenheit, um zur Kampfmaschine zu werden.

Der ehemalige Profiboxer erzählte in einem 'ESPN E:60'-Interview von seiner Kindheit in Brooklyn, New York, und sprach dabei zum ersten Mal darüber, dass er als kleiner Junge sexuell misshandelt wurde. So enthüllte Mike, dass ihn damals ein Mann in ein Gebäude zerrte. "Ich wurde als Kind missbraucht", gab er zu.

Auf die Frage, welchen Einfluss dieser Vorfall auf ihn hatte, antwortete er: "Dadurch musste ich stark werden für die Welt, in der ich lebte."

Interviewer Jeremy Schaap (47), ein langjähriger Wegbegleiter Mike Tysons, wollte schließlich auch wissen, weshalb der Amerikaner so lange gewartet hat, um darüber zu sprechen. "Das ging niemanden etwas an", betonte der Ex-Sportler. "Die Menschen reden darüber nicht, weil einige glauben, dass sie dadurch entmannt werden."

Obwohl er nie jemandem davon erzählt hat, habe er selbst mit der Sache inzwischen abgeschlossen: "Weil das passiert ist, bin ich nicht weniger ein Mann. Das ist einfach etwas, das passiert ist, das hatte keinen großen Einfluss auf mein Leben."

Trotzdem hat Mike Tyson alle Erfahrungen aus seiner Kindheit genutzt - den Missbrauch, die Kinder, die ihn hänselten und die Gangs auf den Straßen -, um einer der besten Boxer aller Zeiten zu werden.

http://www.msn.com/de-ch/sport/fussball/mike-tyson-ich-wurde-als-kind-missbraucht/ar-AAoJzx2?li=AA5cBP&ocid=spartandhp

Sven Fuchs hat gesagt…

Ja danke für den Hinweis. Auf Wikipedia erhält man ergänzende Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Mike_Tyson#Kindheit

Tyson ist ein Beispiel dafür, wie destruktives Potential in gesellschaftlich legale Gewalt umgeleitet werden kann: dem Kampfsport. Ich vermute stark, dass die meisten Boxer destruktive Kindheiten erlitten haben. Die Kindheit war dann bereits "Training". Da der Boxsport aber nicht destruktiv auf Unbeteiligte wird (außer den beiden Kämpfern, die sich die Nase brechen), ist es vielleicht wirklich ein Weg, Wut ein Stück weit zu kanalisieren (wobei ihm Therapie sicher besser getan hätte). Wobei das Beispiel Tyson ja auch zeigt, dass die Wut nicht im Ring bleibt (siehe Verurteilung wegen Vergewaltigung).

Saskia hat gesagt…


Hallo Sven Fuchs,

ich habe gerade Ihre Publikation "Als Kind geliebte Menschen fangen keine Kriege an" gelesen, die genau dem entsprach, wonach ich online gesucht hatte. Warum ich gesucht hatte? Dazu Folgendes:

Ich bin seit einem Jahr Lehrerin in einer Vorbereitungsklasse, in der zugewanderte SchülerInnen im Alter von 10-17 Jahren die deutsche Sprache erlernen. Schwerpunktmäßig handelt es sich um Kinder aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Bulgarien (meist Roma). Insgesamt gibt es an unserer Schule (einer Hauptschule) 9 Vorbereitungsklassen, was das Schulleben durchaus prägt. Vorher war ich Lehrerin an verschiedenen Gymnasien und Gesamtschulen und habe mittlerweile 15 Jahre Berufserfahrung.

Leider ist mir im letzten Jahr aufgefallen, dass der Umgang der Schüler und Schülerinnen miteinander an meiner jetzigen Schule deutlich aggressiver ist, als ich es vom Gymnasium gewöhnt bin. Prügeleien sind an der Tagesordnung und hinzu kommen ständige "spaßige Schläge auf den Hinterkopf", die natürlich mitunter zu richtigen Schlägereien führen. Vom "deutschen Gymnasium" kenne ich das nichtmals ansatzweise.

Nun, die Erklärung ist einfach: die Schüler aus den arabischen Ländern sind Schläge gewöhnt. Häufig berichten sie davon, dass sie in der Schule geschlagen wurden und natürlich auch durch Eltern, Großeltern, Onkel, große Brüder, Schwestern, Cousins usw. Hinzu kommen leider auch noch Kriegserfahrungen. Doch auch bei den bulgarischen Kindern sind Schläge zu Hause - wenn auch nicht in der bulgarischen Schule - nicht unüblich.

Ende des Schuljahres habe ich dann in zwei Fällen zum ersten Mal wirkliche körperliche Misshandlungsspuren bei Schülern meiner Klasse gesehen (die Folgen einer (?) heftigen Ohrfeige und Striemen auf dem Oberarm und im Nacken - vermutlich verursacht durch einen Gürtel). Ich habe mich mit unserer Schulsozialarbeiterin hierüber unterhalten - und sie vermutet, dass tatsächlich 75%-80% unserer Schüler von ihren Eltern geschlagen werden.

Diese Erfahrungen des letzen Jahres haben mich schockiert und zum Nachdenken gebracht: ich persönlich hatte für mich genau die These aufgestellt, die sich durch Ihre Publikation ja nun durchaus auch als belegbar erwiesen hat. Vorher hatte ich mich kaum getraut, meinen vermuteten Zusammenhang zwischen Gewalterfahrung in der Kindheit und Kriegen und Terrorismus laut zu äußern. Jetzt weiß ich, dass dies durchaus schon untersucht worden ist. Danke hierfür.

Für mich als Lehrerin bedeutet dies: Aufklärung, Beratung, Unterstüzung der Eltern und Schüler - in der Hoffnung, dass dies auf fruchtbaren Boden fällt und die nächste Generation etwas friedvoller heranwächst. Aber ich befürchte, dass es oft mehrere Generationen braucht, bis körperliche Misshandlungen vollkommen aus der Erziehung eliminiert werden (die Untersuchung von Second-Generation-Jews zeigt ja, dass traumatische Erfahrungen innerfamiliär weitergegeben werden können, und Ähnliches trifft z.B. auch auf die deutschen Kriegserfahrungen zu).

Wenn Sie weitere Informationen oder Lesetipps für mich haben, wie ich als Lehrerin meine Schüler besser schützen und die Eltern aufklären kann oder wie ich mich bei festgestellter Misshandlung verhalten sollte - gerne. Ich freue mich aber jetzt erst einmal darauf, in Ihrem Block ein bisschen zu stöbern.

Viele Grüße und danke für Ihre Arbeit

Saskia

Saskia hat gesagt…

Ein Nachsatz:
Unsere Schüler kommen aus allen Gesellschaftschichten. Gewalterfahrung in der Familie und und die Teilnahme an Schlägereien sind bei den Schülern der "besseren Schichten", die gute Schulen in ihrer Heimat besucht haben und auch hier nach der Vorbereitungsklasse ein Gymnasium besuchen werden, genauso verbreitet. Es handelt sich also nicht um ein Unterklassenphänomen.

Noch ein Nachsatz:
Einige unserer Schüler befinden sich in einer Traumtherapie, andere schicken wir zum Antiaggressionstraining und auch innerhalb der Schule haben wir ab dem nächsten Schuljahr ein regelmäßiges, mehrmonatiges Antiaggressiontraining für zwei Klassen. Bei Erfolg hoffen wir darauf, es ausweiten zu können. Hoffentlich hilft es...

heiko philo hat gesagt…

Hallo Saskia: Ich arbeite in einer Gewaltberatungsstelle der Jugendhilfe. Es klingt für mich so, als wären einige Fälle bei den Schülern, die den Verdacht einer Kindeswohlgefährdung begründen. In solchen Fällen rate ich zu einer gut dokumentierten und begründeten Kinderschutzmeldung ans Jugendamt, weil das jeden Tag mit solchen Fällen zu tun hat und entsprechend kooperativ oder mit Androhung von Zwangsmaßnahmen, je nachdem, was als passend erachtet wird, auf eine Besserung der Situation einwirken kann. Dazu kann z. B. eine Diagnostik in einer Fachberatungsstelle wie unserer nützlich sein, weil die Diagnostik einen gründlichen Blick auf die Risiken für die kindlichen Entwicklung ermöglicht. Schule als Institution ist schnell überfordert mit dem Anspruch, nachhaltig auf Eltern einzuwirken, wenn es um gewaltförmige Erziehung geht.

Sven Fuchs hat gesagt…

Liebe Saskia,

danke für diesen Kommentar. Scu mal ergänzend zu dem Text, den Du kennst hier: http://kriegsursachen.blogspot.de/2014/09/weltweit-grote-studie-zum-ausma-der.html

Das Ausmaß der Gewalt gegen Kinder speziell auch aus Syrien, Afghanistan und dem Irak ist belegt. Ich selbst habe schon das Bundesfamilienmisterium angeschrieben (und auch Antwort erhalten) und auf diese Zahlen aufmerksam gemacht. Denn die Flüchtlingskinder sitzen jetzt hier bei uns in den Kitas und Schulen. Und natürlich gilt diese Gewaltrate auch für sie.

Ergänzend kommt noch etwas dazu, was mir Flüchtlingshelfer berichtet haben: Häusliche Gewalt - Mann gegen seine Frau.

Das Thema ist für mich ganz besonders wichtig bzgl. Integration. Die psychologische Struktur der "deutschen" Kinder und der "Flüchtlingskinder" darf nicht zu weit auseinanderdriften (was ja letztlich schon der Fall ist, alleine wegen Flucht- und Kriegstrauma), sonst gibt es zukünftig erhebliche Konflikte. Meiner Meinung nach.
Vor allem können Kinder, die in Schule und zu Hause nur Gehorsam und Gewalt gewöhnt sind, schlecht mit der Freiheit umgehen, die an deutschen Schulen herrscht. Auch da wird es zu Konflikten kommen.

Heike hat gesagt…


Hallo Saskia,

zu Deiner Frage, was Du tun kannst:

Zunächst einmal ist es wichtig, die Rechtslage zu kennen. Gewalt gegen Kinder ist verboten und damit eine Straftat:

https://dejure.org/gesetze/BGB/1631.html

Es ist wichtig, die Eltern (und die Kinder!) in diesem Sinne zu informieren und aufzuklären. Da die Rechtslage eindeutig ist, muss man da auch nicht lange rumdiskutieren, was erlaubt ist und was nicht usw.

An den rechtsmedizinischen Instituten gibt es Kinderschutzambulanzen, denen Kinder zugeführt werden sollten, bei denen es einen Verdacht bzw. Anzeichen von Misshandlung gibt.

Hier das Beispiel für München:

http://www.rechtsmedizin.med.uni-muenchen.de/wissenschaft/klinische_rechtsmed/ambul_kinder/index.html

Auch Lehrer werden dort genannt. Man kann dort auch Kontakt aufnehmen und sich informieren.

Wenn sich die zuständigen Stellen (Jugendamt etc.) nicht bewegen, ist immer eine Anzeige bei der Polizei das Mittel der Wahl, denn die Polizei MUSS tätig werden.

Mit Wattebällchen zu werfen bringt nichts, wenn es um Gewalt an Kindern/Jugendlichen geht.

LG, Heike

Sven Fuchs hat gesagt…

Die Schwester des Terroristen Youssef Zaghba berichtet:

"Kaouthar Zaghba sprach von einer gewalttätigen Kindheit. Sie und ihre Mutter Valeria wurden Opfer häuslicher Gewalt. "Ich verließ Marokko, weil ich genug von meinem Vater hatte. Wenn ich mit männlichen Freunden traf, schlechte Noten hatte oder kein Kopftuch trug, wurde ich oft geschlagen. Mein jüngerer Bruder wurde früh von der Gewalt geprägt." "
https://www.maroczone.de/news/die-schwester-des-london-attentaeters-kaouthar-zaghba-spricht-ueber-ihren-bruder-18753

Anonym hat gesagt…

Zum Beitrag von Saskia

Das ist der Preis des Schweigens, die "Strafe" des Schweigens!

Weltweit wird nirgends in der Öffentlichkeit zum grossen Thema gemacht, woher die Gewalt in der Welt kommt. Es herrscht ein generationenübergreifendes Schweigen, ein ungeschriebenes Gebot, niemals darüber zu reden.

Viel lieber befassen sich die Gesellschaften mit all den Auswirkungen, die die mannigfaltige Gewalt gegen Kinder hat. Dies zeigt auch, wieviel Angst in diesem Thema steckt.

"Rumpelstilzchen" ist aber nur zu besiegen, wenn man ihn beim Namen nennt!

Grüsse
Mario

Sven Fuchs hat gesagt…

Hallo Mario,

dieses "Schweigen" hat in meinem Buch (mit dem ich derzeit wirklich gut vorankomme) ein eigenes Kapitel! Es ist heute sogar noch viel erstaunlicher, als zu den Zeiten, wo z.B. Alice Miller ihre Bücher schrieb. Wissenschaftliche Artikel über Kindesmisshandlung und die fachliche Bearbeitung des Themas steigen seit Jahren massiv an. Ich habe aktuell so viele Studien gefunden, dass ich mich jetzt zwingen musste, weitere Recherchen zu beenden, weil ich das Material gar nicht alles durcharbeiten kann.

Es gibt heute keine Wissenslücke mehr, sondern es gibt eine große Kluft zwischen dem vorhandenen Wissen und dem öffentlichen Bewusstsein. Ergänzend gibt es keine bis kaum Menschen, die dazwischen "schwimmen", also vor allem Journalisten, die das Wissen aus der Fachwelt aufgreifen und aufarbeiten oder Wissenschaftler, die auch mal populärwissenschaftliche Bücher schreiben und so den öffentlichen Zugang erleichtern. In der Folge dessen würden dann auch PolitikerInnen das Thema mehr aufgreifen können.

Ich selbst sehe mich genau in dieser Mitte, als jemand, der wesentliche Dinge und wissenschaftliches Wissen auf einfache Art zusammenfasst und öffentlich zugänglich macht.

Viele Grüße

Sven

Sven Fuchs hat gesagt…

"The time has come to end violence in childhood. The best and only way we can build peaceful societies is by preventing victimization of children and perpetration of violence by children. This can and must be done – with the aspiration to achieve this within a single generation. Collective action and concerted efforts succeeded in ending great evils such as the slave trade and apartheid. Violence in childhood is also a great evil affecting at least 1.6 billion child victims every year."

So beginnt die Einleitung einer kürzlich veröffentlichen Studie unter dem Titel "Ending violence in childhood: a global imperative" http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13548506.2017.1287409

Das sind deutliche Worte. Wie schon geschrieben, ist im englischsprachigen Raum die Zahl an Studien in den letzten paar Jahren über den Komplex Kindesmisshandlung geradezu explodiert.

Die oben zitierte Einleitung ist eine logische Konsequenz aus dem Wissen, das wir heute haben.

Heike hat gesagt…

Hallo Sven,

ich würde dich gerne auf die Traumatherapeutin Michaela Huber hinweisen. Sie gehört zu den bekanntesten und aktuellsten Traumafachleuten, an ihr führt sozusagen kein Weg vorbei.

Mithilfe der Vortragsfolien kann man sich am leichtesten einen Überblick verschaffen. Sie äußert sich auch zum Thema Krieg, so in der Folie "Der Zusammenbruch der Mitmenschlichkeit".

https://www.michaela-huber.com/vortraege-folien

Gruß, Heike

Sven Fuchs hat gesagt…

ENDING VIOLENCE IN CHILDHOOD - GLOBAL REPORT 2017

http://globalreport.knowviolenceinchildhood.org/global-report-2017/

Sven Fuchs hat gesagt…

In der Schweiz scheint Gewalt gegen Kinder deutlich häufiger bzw. in schwereren Formen verbreitet zu sein, als in Deutschland: https://www.blick.ch/news/schweiz/schweizer-studie-zu-gewalt-gegen-kinder-balkan-eltern-schlagen-doppelt-so-haeufig-zu-id7423789.html

Vielleicht erklärt diese Rückständigkeit bzgl. der Kindererziehung auch, warum die Schweiz erst 1971 (!) Frauen die vollen Bürgerrechte gewährte und das Frauenwahlrecht einführte. Ein Sachverhalt, der mich immer recht sprachlos gemacht hat.

Sven Fuchs hat gesagt…

Muss Mensch lesen:

https://www.unicef.org/publications/files/Violence_in_the_lives_of_children_and_adolescents.pdf

+ entsprechende Kampagne von UNICEF: https://www.unicef.org/endviolence/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=end_violence

Anonym hat gesagt…

Danke für die ausführlichen und rational gut belegbaren Informationen.

Warum ändert sich nichts? Warum wird die Bestie "Mann" nicht einfach
ausgerottet? So wie "man" das mit Wölfen, Bären und anderen Wildtieren,
die das Überleben des "Menschen" (ich rede hier nicht von Frauen; Frauen
sind keine Menschen, ad definitum) gefährdeten,tat?

Es gbt nur EIN Geschlecht, welches Leben hervor bringt, Leben ermöglicht
und demnach auch Leben spenden kann.

Unkluge, weitschweifige und weiterhin äußerst gefährliche Vorgehensweise
der Frauen. Trotz internationalem Gewaltrückgang.

Hier sollte eine sachliche Vorgehensweise erfolgen.

Sven Fuchs hat gesagt…

Hallo Anonym vom 18.11.,

ich finde Deinen Kommentar recht merkwürdig und war ehrlich gesagt kurz davor, ihn zu löschen.
Geht's auch etwas klarer in den Formulierungen? Um was geht es Dir?

Sven Fuchs hat gesagt…

„Die Angst habe ich ja schon seit der Kindheit. (…) Ich wurde geschlagen, bis ich 20 war. Du wirst vom Vater geschlagen und von der Mutter geschlagen und von den Geschwistern. Dann gehst Du in die Schule und dann wirst Du auch geschlagen. So hat mein Vater das Buch gehalten (Anmerkung: Nimmt ein Buch und hält es vor sich) und zu mir gesagt, ich solle lesen und seine andere Hand war so (Anmerkung: Er ballt eine Faust und hält sie über seinen Kopf). „Lies!“. Ich saß also da wie jetzt, die Faust meines Vaters im Nacken. Und dann schlug mein Vater zu und ich bekam vom Buch auch eine gewischt. Seht ihr, woher die Angst kommt? Schon da hat die Angst angefangen!“

Auszug aus einem Treffen einer türkischen Männergruppe, über die die Doku geht. Im Verlauf sagt der Leiter, dass fast alle der Männer in der Gruppe als Kind geschlagen worden sind.

Eine sehr sehenswerte Doku, nicht nur wegen dieser genannten Infos: http://www.ardmediathek.de/tv/Halbmondwahrheiten/Halbmondwahrheiten/ARD-alpha/Video?bcastId=47711286&documentId=47852452

Sven Fuchs hat gesagt…

Am Ende des Jahres lohnt ein Blick auf folgenden Bericht:
Ending legalised violence against children - GLOBAL PROGRESS TO DECEMBER 2017
http://www.endcorporalpunishment.org/assets/pdfs/reports-global/Global-report-2017-spreads.pdf

Auch wenn noch viel zu tun ist. Bis Ende 2017 haben 53 Länder jegliche körperliche Gewalt gegen kinder gesetzlich verboten. Grafisch ist dieser Trend im Text aufbereitet. Die Kurve zeigt steil nach oben, für die Kinder !

Anonym hat gesagt…

Papa zeigt, wie man tötet

Der Weg von Kindern aus Mafiafamilien ist vorgezeichnet: Sie sollen in die Fussstapfen der Väter treten. Wer davon abweicht, bezahlt einen hohen Preis.

Die mafiöse Erziehung beginne schon in der Wiege: «Dem Säugling eines Mafiabosses werden ein Messer und ein Schlüssel in die Wiege gelegt.» Wenn das Kind zuerst den Schlüssel ergreife, werde es einmal die Polizei- oder Staatsgewalt vertreten, heisse es. Wenn es aber das Messer packt, werde es ein Mitglied der Organisation.

https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/die-macht-der-mafia-papa-zeigt-wie-man-toetet

Gruss
Mario

Sven Fuchs hat gesagt…

Die ersten Berichte über Kindheit und Leben des Massenmörders Nikolas Cruz, der aktuell ein Schulmassaker angerichtet hat, lassen mich persönlich in eine Art Routine verfallen, weil ich schon so oft die Kindheiten solcher Täter kommentiert habe. Immer wieder deuten sich nach solchen Taten schwere Einschnitte und Destruktivität in der Kindheit der Täter an. Leider ist wie immer zu erwarten, dass es in den USA keine Diskussion um psychosoziale Hilfen für belastete Kinder gehen wird, sondern rein um Waffengesetze.

https://web.de/magazine/panorama/massaker-usa-schwierige-leben-todesschuetzen-nikolas-cruz-32806052

Sven Fuchs hat gesagt…

Positive Nachrichten: http://end-violence.org/updates/stockholm-solutions-summit-ending-violence-against-children-2030-possible

“We have never seen so many senior leaders come together to prevent and respond to violence against children,” said Susan Bissell, Founding Director of the Global Partnership to End Violence Against Children. “No longer is this a forgotten issue. This summit is the start of the bold and transformative change that will deliver the Sustainable Development Goal to end all forms of violence.”

Sven Fuchs hat gesagt…

Interessantes Interview: http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2018/01/kriminalitaet-moerder-amok-psychologie-gewalt-taeter

Aufschlussreich ist wie immer, dass auf Pfeiffers behaarliche Hinweise bzgl. der Zusammenhänge von destruktiver Erziehung und Gewalt im Grunde nicht eingegangen wird.

Mehr noch. Frau Habermas würgt die Hinweise im Grunde durch folgenden Kommentar ab: "Hiebe können auch Liebe sein. Gewaltausübung in Familien heißt ja nicht, dass Kinder nicht geliebt werden."

Anonym hat gesagt…

Hallo Sven

Der Link zu Deinem Text "Als Kind geliebte Menschen fangen keine Kriege an" funktioniert leider nicht mehr. Ich meine diesen hier:
http://www.jaeger.uni-koeln.de/AIPA_2012_4.pdf

Ich habe dann gesucht bei der Uni Köln und habe diesen Link gefunden:
http://ib.uni-koeln.de/fileadmin/templates/publikationen/aipa/AIPA_4_2012_FINAL_01.pdf

Gruss
Mario


Sven Fuchs hat gesagt…

Vielen Dank Mario!

Ich hasse es, wenn Links von Texten einfach getauscht werden. Das geschieht ja leider auch immer wieder bzgl. Medien und anderen wissenschaftlichen Papieren, obwohl klar sein sollte, dass bereits etliche Verlinkungen bestehen. Nun ja, das Internet ist nun mal doch nicht langlebig :-)

Sven Fuchs hat gesagt…

Interview mit Steven Pinker: »In der Welt herrscht immer weniger Gewalt« / https://www.spektrum.de/news/immer-weniger-gewalt-in-der-welt/1559618

Nicht viel Neues, aber ein enorm wichtiges Thema: Der stetige Gewaltrückgang.

Allerdings hat Pinker - wie gewohnt - Kindheitseinflüsse (stetiger Rückgang der Gewalt gegen Kinder + Anstieg von Fürsorge und Zuwendung) in dem Interview bzgl. der Frage nach den Ursachen für den allgemeinen Gewaltrückgang ausgeblendet. Naja...

Anonym hat gesagt…

Hallo Sven

Nach einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung stagniert die Zahl an Kindesmisshandlungen in Deutschland auf hohem Niveau!

https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/international/250-missbrauchte-kinder-pro-woche/ar-AAyfHPF?ocid=spartanntp

In der Schweiz sollen die Fälle von Kindesmisshandlungen gar angestiegen sein:

https://www.srf.ch/news/schweiz/gewalt-gegen-die-schwaechsten-zahl-der-kindesmisshandlungen-steigt-erneut-an

https://www.srf.ch/news/schweiz/mehr-kindsmisshandlungsfaelle-verletzungen-sind-a-priori-verdaechtig

Steven Pinker..., ich weiss nicht so recht... Wieso geben so viele Länder so viel Geld aus für die militärische Aufrüstung wie nie zuvor? Eine Welt, die immer friedlicher wird, stelle ich mir anders vor.

Gruss
Mario

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